Wie "Germany's Next Topmodel" zur Influencer-Schmiede wurde
Germany’s Next Topmodel (GNTM) ist seit fast 21 Staffeln auf Sendung. Was einst als Modelwettbewerb begann, hat sich mittlerweile zu einer Influencer-Akademie gewandelt. Die aktuelle Staffel unterstreicht diesen Wandel mit Partnerschaften von Marken wie eBay und McDonald’s – statt der klassischen Modenames.
Die Sendung stand über die Jahre immer wieder in der Kritik, weil sie unrealistische Schönheitsideale fördere. Doch in den jüngsten Staffeln sind vermehrt Teilnehmerinnen mit diversen Körpertypen und Hintergründen zu sehen. Diese Veränderung geht einher mit der Abkehr vom ursprünglichen Fokus auf High Fashion.
Heidi Klum, die Moderatorin der Show, wurde einst in der deutschen Modelbranche wegen ihres „zu dicken“ Aussehens abgelehnt. Heute ist sie eine globale Marke und eine prägende Persönlichkeit der Öffentlichkeit. Ihr Einfluss hat die Ausrichtung der Sendung mitgeprägt, die nun stärker auf die Kreation medientauglicher Persönlichkeiten und Markenbotschafterinnen setzt.
Jede Staffel beinhaltet nach wie vor die legendäre Makeover-Folge, in der die Kandidatinnen radikale Frisurveränderungen durchlaufen. Das diesjährige Finale findet in Hollywood statt, wobei zwei Gewinnerinnen jeweils 100.000 Euro und ein Cover-Shooting für die Harper’s Bazaar erhalten. Viele ehemalige Teilnehmerinnen haben im Anschluss Karrieren als Influencerinnen oder Unternehmerinnen aufgebaut – ein Zeichen für den gewandelten Fokus der Show.
Die aktuelle Staffel von Germany’s Next Topmodel markiert einen deutlichen Bruch mit den modischen Wurzeln. Wo einst Luxuslabels dominierten, stehen heute kommerzielle Marken im Vordergrund, und die Liste der Influencer-Erfolgsgeschichten wächst. Die Show setzt nun stärker auf die Vermarktung von Persönlichkeiten als auf klassisches Modeling. Das Finale in Hollywood wird diese neue Ausrichtung unter Beweis stellen: Die Gewinnerinnen erhalten nicht nur Preisgelder, sondern auch mediale Sichtbarkeit.






