28 June 2026, 18:15

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

In Nordrhein-Westfalen haben sich die Prioritäten der Wähler deutlich verschoben. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr stehen nun ganz oben auf der Liste der Sorgen und haben Migration als dringlichstes Problem abgelöst. Gleichzeitig sind die Zustimmungswerte für die Landesregierung gesunken – nur noch 42 Prozent der Bürger sind mit ihrer Arbeit zufrieden.

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Die jüngsten Umfragen zeigen erhebliche Veränderungen in der politischen Unterstützung. Bundeskanzler Hendrik Wüsts CDU hat drei Prozentpunkte verloren und liegt nun bei 32 Prozent. Auch die SPD unter Jochen Ott hat Federn lassen müssen und kommt mit einem Rückgang um denselben Wert auf 17 Prozent.

Die rechtspopulistische AfD hat dagegen kräftig zugelegt und erreicht mit 17 Prozent erstmals denselben Wert wie die SPD – ihr bestes Ergebnis im Land aller Zeiten. Die Grünen hingegen konnten zwei Punkte hinzugewinnen und kommen auf 15 Prozent. Die FDP hat ebenfalls Boden gutgemacht und überschreitet mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde.

Die wirtschaftlichen Sorgen wachsen. Nur noch 22 Prozent der Wähler bezeichnen die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut. Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust hat zugenommen: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun die Arbeitslosigkeit – ein Anstieg um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr. 31 Prozent der Wähler stufen Infrastruktur mittlerweile als eines der dringendsten Probleme ein, die es zu lösen gilt.

Die Umfrage zeigt einen klaren Wandel in den Wählerprioritäten und im politischen Kräfteverhältnis. Während CDU und SPD an Unterstützung verloren haben, konnten AfD und Grüne zulegen. Wirtschaftliche Unsicherheit und Infrastrukturdefizite prägen nun die Debatte in Nordrhein-Westfalen.

Quelle