Vulcan Energy baut zweites Geothermie-Bohrloch trotz Aktien-Tief
Vulcan Energy macht Fortschritte bei seinem Erneuerbare-Energien-Projekt in Deutschland – trotz Turbulenzen an der Börse
Trotz einer schwierigen Phase für seine Aktie verzeichnet Vulcan Energy Fortschritte bei seinem Projekt für erneuerbare Energien in Deutschland. Gestern stieg der Kurs um über 13,4 %, auch wenn der allgemeine Trend des Unternehmens weiterhin nach unten zeigt. Der jüngste Meilenstein markiert den Baubeginn einer zweiten Bohrstelle in der Nähe von Landau.
Die neue Anlage in Trappelberg folgt auf den früheren Spatenstich in Schleidberg – beide sind Teil des genehmigten Projekts "Lionheart" in Rheinland-Pfalz. Die beiden Standorte bilden das Rückgrat von Vulcan Energys Plan, die Stadt Landau und die umliegenden Gebiete mit klimaneutraler Wärme zu versorgen.
Die finanzielle Lage des Unternehmens sendet gemischte Signale. Zwar wird der Umsatz für das laufende Jahr auf 7,5 Millionen Euro prognostiziert, doch Analysten rechnen mit einem Nettoverlust von etwa 61 Millionen Euro. Das Vertrauen der Anleger ist ins Wanken geraten: Die Aktie notiert derzeit bei 2,05 Euro – ein Rückgang von rund 17 % in den letzten vier Wochen.
Auch die technischen Indikatoren deuten auf Schwäche hin. Der Aktienkurs liegt fast 18 % unter seinem 100-Tage-Durchschnitt, was den Abwärtstrend unterstreicht. Dennoch bleibt die Marktkapitalisierung von Vulcan Energy mit rund 950 Millionen Euro beträchtlich.
Eine Ausweitung über die beiden genehmigten Standorte Schleidberg und Trappelberg hinaus ist nicht geplant. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, diese Projekte voranzutreiben, um seine Klimaziele zu erreichen. Für Investoren bleibt nun abzuwarten, ob der jüngste Kursanstieg den Beginn einer Erholung markiert – oder nur eine Ausnahme in einem anhaltenden Abwärtstrend bleibt.






