Vom Taxidepot zur Poker-Legende: Angela Rogans ungewöhnlicher Weg
Angela Rogan begann mit elf Jahren in einem Belfaster Taxidepot Poker zu spielen. Über die Jahrzehnte hinweg hat sie High-Stakes-Turniere mit Mutterschaft und akademischer Laufbahn vereint – sie promovierte, während sie vier kleine Kinder großzog. Jetzt ist sie zurück an den Tischen, gewinnt Turniere und bringt ihrem Sohn das Spiel bei, das ihr Leben geprägt hat.
Rogan wuchs in einer pokerbegeisterten Familie auf und lernte das Spiel in den frühen 1990er-Jahren. Noch bevor Texas Hold’em die Szene dominierte, beherrschte sie Varianten wie Railroad, Southern Cross und Big Heart Brag. Anfang der 2000er-Jahre gehörte sie zu den wenigen Frauen in einer männlich geprägten Pokerwelt – und erlebte am Tisch oft Sexismus.
Trotz der Herausforderungen blieb sie dem Spiel stets verbunden. Selbst mit vier Kindern unter fünf Jahren reiste sie weiter zu Turnieren. Später kehrte sie in das Bildungssystem zurück, absolvierte ein Studium, einen Master und promovierte in Kriminologie. Heute unterrichtet sie an der Queen’s University Belfast Fächer wie Kriminologie, Soziologie, Medizinrecht und statistische Analyse.
Nach ihrer Promotion widmete sich Rogan wieder voll dem Live-Poker. Kürzlich gewann sie das Ladies Event der PartyPoker Tour in Malta und platzierte sich im Main Event in den Preisrängen. Der nächste Stopp war Madrid, wo sie weiter antrat. Die überschaubaren Buy-ins und die offene Gemeinschaft der Tour motivieren sie, immer wieder zurückzukehren.
Ihre Leidenschaft für Poker hat sie nun an ihren 18-jährigen Sohn weitergegeben. Unter ihrer Anleitung startete er bei seinem ersten Irish Poker Tour-Event – und gewann 3.500 Pfund. Rogan selbst hat seit ihrem Comeback bereits über 10.000 Pfund an Turnierpreisgeldern eingespielt.
Rogans Geschichte spannt sich über Jahrzehnte – von Belfasts Taxidepots bis zu Universitätshörsälen und internationalen Pokertouren. Sie hat eine Familie großgezogen, akademische Abschlüsse erworben und ist zu dem Spiel zurückgekehrt, das sie liebt. Nun, da ihr Sohn in ihre Fußstapfen tritt, wächst ihr Einfluss auf die Pokerszene – sowohl zu Hause als auch an den Tischen – weiter.






