Vom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg vor radikaler Verwandlung
Theo SchmitzVom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg vor radikaler Verwandlung
Das ehemalige Gefängnis Rennelberg in Braunschweig steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Studierende der TU Braunschweig haben Entwürfe für die Neunutzung des Geländes erarbeitet, die nun im historischen Rathaus ausgestellt sind. Die Stadt plant, das Areal in ein neues urbanes Viertel zu verwandeln – doch die Umsetzung hängt vom noch laufenden Verkaufsprozess ab.
Im Dezember 2018 billigte der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Beschluss zur Erarbeitung einer Entwicklungstrategie für das ehemalige Gefängnisgelände. Seither haben Studierende des Instituts für Städtebau und Entwurfsmethodik der TU Braunschweig mögliche Nutzungen für das Areal und seine Umgebung erkundet. Ihre Vorschläge sind bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des Rathauses zu sehen.
Gerold Leppa, Leiter der Stadtplanung in Braunschweig, begrüßt das Engagement der Universität bei der Neuausrichtung des Gebiets. Doch die studentischen Entwürfe markieren noch nicht den Baubeginn. Wichtige Entscheidungen ruhen, bis der Verkauf des Gefängnisstandorts abgeschlossen ist.
Bevor die langfristige Umgestaltung beginnt, übernimmt das ehemalige Gefängnis noch einmal eine neue Rolle: Im Juni dieses Sommers wird es Schauplatz des Theaterformen-Festivals sein und ein umfangreiches Kulturprogramm bieten. Sobald ein klares Entwicklungskonzept für das Gefängnisgelände vorliegt, folgen Gespräche über das weitere Umfeld – wobei die studentischen Ideen als wertvolle Denkanstöße dienen.
Ziel der Stadt ist es, aus dem Rennelberg-Gelände und seiner Umgebung ein lebendiges Stadtviertel zu schaffen. Die Entwürfe der Studierenden liefern erste Impulse, doch der Fortschritt hängt vom Verkauf des Grundstücks ab. Bis dahin gibt das Festival einen vorübergehenden Vorgeschmack auf die mögliche Zukunft des Ortes.






