Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch nächtlichen Angriff
Theo SchmitzMüll in Tiergehegen: Tiere müssen überwacht werden - Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch nächtlichen Angriff
Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo in nächtlichem Angriff
In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde der Karlsruher Zoo Ziel eines Vandalismusangriffs. Unbekannte Eindringlinge drangen in das Gelände ein und warfen Müll in mehrere Tiergehege. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf die Täter.
Die Angreifer konzentrierten sich insbesondere auf die Wasserbecken der Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Robben und Eisbären. Zerrissene Schilder, Einwegbesteck, Plastikflaschen und anderer Abfall wurden in den Becken treibend vorgefunden. Auch das Affenhaus wurde beschädigt – hier verschmierten die Täter Eiscreme an den Wänden und hinterließen Holzbesteck in einem der Gehege.
Die Zoomitglieder beobachten die Tiere nun genau auf Anzeichen von Stress oder Verletzungen. Allerdings sind verschluckte Fremdkörper oder versteckte Wunden nicht immer sofort erkennbar. Unklar ist bisher, wie die Eindringlinge auf das Zoogelände gelangt sind.
Die Karlsruher Polizei wertet derzeit Überwachungsaufnahmen aus und sucht nach Zeugen. Personen, die in der betreffenden Nacht verdächtige Aktivitäten in der Nähe des Zoos beobachtet haben, werden aufgefordert, sich zu melden. Zoo-Sprecher Timo Deible bezeichnete den Vorfall als "z zutiefst beunruhigend und empörend".
Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Gleichzeitig prüfen die Zoomitglieder weiterhin, ob die Tiere durch den Vandalismus Schaden genommen haben. Die Einrichtung hat nicht nur mit den materiellen Schäden zu kämpfen, sondern auch mit Sorgen um das Wohl der Tiere.