Urteil gegen homophobe Raubüberfälle auf schwule Männer erwartet
Sechs Angeklagte warten am Landgericht Frankfurt (Oder) auf ihr Urteil. Die Gruppe wird beschuldigt, schwule Männer über Dating-Apps angelockt, in abgelegene Orte gelockt und dort beraubt sowie körperlich angegriffen zu haben. Die Verkündung der Entscheidung erfolgt am Dienstag um 9:00 Uhr.
Den drei jungen Erwachsenen und drei Jugendlichen werden schwerer Raub und homophobe Gewalt vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft erstellten sie gefälschte Profile auf Dating-Plattformen, um ihre Opfer zu täuschen, und überfielen sie anschließend an abgelegenen Orten. Viele der Angriffe sollen von der Gruppe gefilmt worden sein.
Große Teile des Prozesses fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige Angeklagte minderjährig sind. Trotz der Schwere der Taten konnten die Ermittler keine Verbindungen zu organisierten Netzwerken oder politischen Motiven nachweisen. Die Urteilsverkündung wird jedoch in einer öffentlichen Sitzung erfolgen.
Im Mittelpunkt des Falls steht eine Serie von Gewalttaten gegen schwule Männer, die unter dem Deckmantel des Online-Datings verübt wurden. Mit der für Dienstagmorgen erwarteten Entscheidung wird das Gericht über die rechtlichen Konsequenzen für alle sechs Angeklagten befinden. Das Urteil wird auch klären, ob die aufgezeichneten Angriffe bei der Strafbemessung berücksichtigt werden.






