04 April 2026, 14:19

Streik bei BONBACK in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle

Schwarz-weißes Gravur von einem Mann, der eine Schubkarre mit Kohle durch eine Fabrik schiebt, mit Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Streik bei BONBACK in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle

Arbeiter bei BONBACK in Star Park Halle (Queis) streiken heute und morgen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert höhere Löhne für Beschäftigte in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen einige Mitarbeiter nur rund 900 Euro im Monat – deutlich weniger als an anderen Standorten des Unternehmens.

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Der Ausstand ist Teil einer größeren Kampagne der NGG, die auch zu einem dreitägigen Warnstreik bei MEG aufgerufen hat, einem Getränkehersteller der Schwarz-Gruppe in Weißenfels. Unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer nieder" macht die Gewerkschaft auf die anhaltenden Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland aufmerksam.

BONBACK firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor das Unternehmen vor zwei Jahren von der Schwarz-Gruppe – zu der auch Kaufland und Lidl gehören – übernommen und später umbenannt wurde. Trotz bundesweiter Tariferhöhungen in der Lebensmittelbranche liegen die Löhne in Sachsen-Anhalt weiterhin deutlich unter denen anderer Regionen.

Obwohl genaue regionale Lohnvergleiche fehlen, sind die Gehälter in ostdeutschen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern traditionell niedriger. So lag der Medianlohn dort 2017 bei 2.391 Euro – im Vergleich zu 3.339 Euro in Westdeutschland. Die NGG droht mit weiteren Streiks, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Ziel der Gewerkschaftsaktion ist es, die Lohnungleichheit innerhalb der Schwarz-Gruppe zu bekämpfen. Die Beschäftigten bei BONBACK und MEG fordern eine Angleichung an die Gehälter in anderen Bundesländern. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.

Quelle