Spielraum Mainz erhält Auszeichnung für kulturelles Engagement und fordert Reformen
Greta KochSpielraum Mainz erhält Auszeichnung für kulturelles Engagement und fordert Reformen
Der Kulturverein Spielraum Mainz ist für sein gemeinnütziges und künstlerisches Engagement ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt das Bestreben der Initiative, Kreativität und bürgerliches Engagement in der Stadt zu fördern. Gleichzeitig werden die Forderungen nach einer Neuausrichtung der Mainzer Kulturpolitik immer lauter.
Mit dem Preis wird die Rolle von Spielraum Mainz als Motor für lokale Kunst und Kultur gewürdigt. Der Vorstand sieht im Allianzhaus einen zentralen Ort kollektiver Kreativität, der die hiesige Kunstszene stärken soll. Eine mit der Auszeichnung verbundene Wanderausstellung wird am 24. März im Zentrum für Baukultur Rheinland-Pfalz eröffnet.
Der Verein setzt sich zudem für grundlegende Veränderungen im Mainzer Kulturbereich ein. Von der Stadtführung fordert er verlässliche Strukturen, um die Wettbewerbsfähigkeit Mainzer Kulturinstitutionen zu sichern. Konkrete Schritte seien nötig, um die Debatten um die Zukunft der Kunsthalle zügig zu klären und eine stabile Finanzierung zu gewährleisten.
Darüber hinaus pocht der Verein auf die rasche Nachfolge für die scheidende Kunsthalle-Direktorin Stefanie Böttcher. Aktuelle Daten zu Besucherzahlen oder der internationalen Positionierung der Kunsthalle in den vergangenen fünf Jahren lägen nicht vor. Der Vorstand ruft Stadt und MAG zudem auf, Künstler:innen in die Weiterentwicklung des Allianzhauses einzubinden.
Die Auszeichnung rückt Spielraum Mainz als wichtigen Akteur der lokalen Kulturszene in den Fokus. Noch in diesem Monat startet die Wanderausstellung, die die Arbeit des Vereins präsentiert. Gleichzeitig bleiben die Forderungen nach politischen Weichenstellungen und personellen Veränderungen vorerst unbeantwortet.






