SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Start-up-Investitionen für mehr Wachstum
Greta KochSPD plant kapitalgedeckte Rente mit Start-up-Investitionen für mehr Wachstum
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um ein kapitalgedecktes Rentensystem innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland einzuführen. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Anlagevorschriften zu lockern, damit Versicherungen und Pensionsfonds stärker in Start-ups investieren können. Er wird zu einem Zeitpunkt eingebracht, an dem der Bundestag umfassendere Rentenreformen beschließt und die SPD kurz davor steht, ihr weiteres Reformprogramm final zu verabschieden.
Das neue System würde schrittweise eingeführt – zunächst als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorgepläne. Langfristig könnte es auch Teile der gesetzlichen Rente finanzieren. Ein zentrales Element ist die Schaffung eines "Bundesrentenfonds", der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken darf, die sich auf einen Börsengang vorbereiten.
Auch Privatpersonen hätten künftig leichteren Zugang zu Wachstumsunternehmen. Neue Tranchen in Dachfonds würden Anlagemöglichkeiten eröffnen, die bisher schwer zugänglich waren. Die Abgeordneten argumentieren, dass diese Änderungen – falls umgesetzt – das Ziel der WIN-Initiative von derzeit 12 Milliarden auf 25 Milliarden Euro bis 2030 steigern könnten.
Der Plan passt zur Reformstrategie von SPD-Co-Vorsitzendem Lars Klingbeil, die eine gezielte Start-up-Förderung vorsieht. Dazu gehören Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung in jungen Unternehmen. Gemeinsam sollen die Maßnahmen Investitionen in Innovation ankurbeln und gleichzeitig die langfristige Finanzierung der Rente sichern.
Der Vorschlag würde regulatorische Hürden für Pensionsfonds und Versicherungen abbauen, die in Start-ups investieren wollen. Er ist zudem Teil des SPD-Vorhabens, wirtschaftliche und rentenpolitische Reformen voranzutreiben. Bei Umsetzung könnten die Änderungen die Art und Weise verändern, wie Deutschland sowohl die Altersvorsorge als auch das Wirtschaftswachstum finanziert.






