Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 trotz Fördermillionen
Theo SchmitzSozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 trotz Fördermillionen
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft weiter – bis Ende 2025 um 20.000 Einheiten
Trotz neuer Bauprojekte in einigen Regionen ist der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland weiter gesunken. Bis Ende 2025 wird ein Nettoverlust von 20.000 Wohneinheiten erwartet. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat angesichts des Mangels umfangreiche Bundesfördermittel zugesagt.
Am stärksten betroffen ist Nordrhein-Westfalen, wo 18.538 Sozialwohnungen verloren gingen. Auch Berlin und Bayern verzeichneten erhebliche Rückgänge mit 2.957 bzw. 2.790 weniger Wohnungen. Bundesweit wurden 57.621 Einheiten aus den Mietpreisbindungen genommen.
Nicht alle Bundesländer folgten diesem Trend: Baden-Württemberg verzeichnete mit 3.046 zusätzlichen Wohnungen den höchsten Zuwachs. Niedersachsen baute 1.240 Einheiten aus, Sachsen 944. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Wohnheimen für Studierende und Auszubildende.
Ende 2024 gab es bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, wies auf das anhaltende Defizit von fast einer Million Wohnungen hin. Als Reaktion kündigte Ministerin Hubertz an, bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.
Der Rückgang bei Sozialwohnungen spiegelt die anhaltende Belastung für bezahlbaren Wohnraum wider. Mit den geplanten Bundesmitteln soll dieser Trend umgekehrt werden. Ende 2024 standen bundesweit noch etwas mehr als eine Million Sozialwohnungen zur Verfügung.






