24 April 2026, 04:13

Sexismus-Debatte im Fußball: Wie ein Tweet die Rivalität zwischen Leipzig und Union Berlin eskalieren ließ

Alte Postkarte aus Deutschland mit einer Briefmarke, die eine Frau auf der rechten Seite und Text auf der linken Seite zeigt und an Leipzig adressiert ist.

Sexismus-Debatte im Fußball: Wie ein Tweet die Rivalität zwischen Leipzig und Union Berlin eskalieren ließ

Ein Austausch in den sozialen Medien zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin hat eine breitere Debatte über Sexismus im Fußball ausgelöst. Die Rivalität der beiden Vereine nahm eine unerwartete Wendung, als Leipzig die Rolle von Frauen in Führungspositionen betonte – und dabei insbesondere Trainerin Marie-Louise Eta in den Mittelpunkt stellte. Das Spiel zwischen den beiden Teams findet am Freitag um 20:30 Uhr MEZ in Leipzig statt und wird live auf Sky übertragen.

Der Streit begann, als Union Berlin RB Leipzig in einem Tweet als "ungeliebte Rivalen" bezeichnete. Leipzig konterte mit Bildern von Eta – Deutschlands erster Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga – zusammen mit Spielern und dem ehemaligen Trainer Marco Rose. Die Bildunterschrift lautete: "Euer Cheftrainer fand die Stadt nicht einfach nur 'ganz nett'…"

Eta, die 2022 ein Praktikum bei Leipzig absolviert hatte, hatte zuvor bereits ein Fotocollage ihrer Zeit dort geteilt. In ihrem Beitrag hob der Verein zudem sein Engagement für Gleichberechtigung hervor und betonte, dass Sexismus bei RB Leipzig keinen Platz habe. Einige Nutzer in den sozialen Medien warfen dem Club daraufhin vor, selbst eine sexistische Bemerkung gemacht zu haben – Leipzig wies dies zurück und zeigte sich begeistert von Etas Rückkehr.

Seit sie ihre historische Rolle übernommen hat, ist Eta immer wieder mit sexistischen Angriffen im Netz konfrontiert worden. Gelassen reagierte sie darauf mit den Worten: "Das berührt mich nicht – es sagt mehr über diejenigen aus, die solche Kommentare posten, als über die, die damit angegriffen werden." Auch Horst Heldt, Sportdirektor von Union Berlin, verurteilte die Angriffe und bekräftigte die Unterstützung für Eta.

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Der Vorfall rückt die Behandlung von Frauen in Führungspositionen im Fußball in den Fokus. RB Leipzigs Beitrag unterstrich die klare Haltung des Vereins gegen Sexismus und seine Wertschätzung für weibliche Fachkräfte. Das anstehende Spiel am Freitag wird nun über die übliche Rivalität hinaus besondere Aufmerksamkeit erhalten.

Quelle