16 April 2026, 00:22

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen entdeckt

Ein Monteur mit Brille bedient eine Maschine in einer hell erleuchteten Fabrikumgebung.

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen entdeckt

Routine-Kontrollen auf fünf Glasfaser-Baustellen in Münster decken massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf

Bei einer routinemäßigen Überprüfung von fünf Glasfaser-Baustellen in Münster sind weitverbreitete Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Zollbeamte stellten fest, dass 20 Beschäftigte ohne ordnungsgemäße Anmeldung in der Sozialversicherung arbeiteten. Die Kontrollen brachten zudem illegale Beschäftigung sowie einen offenen Haftbefehl ans Licht.

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Am 26. März 2026 führten Münsters Zollbehörden unangekündigte Kontrollen auf den Baustellen durch. Von den 38 überprüften Mitarbeitern verfügte mehr als die Hälfte nicht über einen gültigen Sozialversicherungsschutz. Sie arbeiteten damit "schwarz" und umgingen so rechtlichen Schutz sowie Steuerpflichten.

Sechs der Beschäftigten hielten sich illegal in Deutschland auf und besaßen weder Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnis. Während der Kontrolle versuchte eine Person zu fliehen, wurde jedoch schnell von den Beamten gestellt. Ein weiterer Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen, nachdem ein aktiver Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Verena John, Pressesprecherin des Hauptzollamts Münster, bezeichnete die Verstöße später als schwerwiegend. Sie wies auf die Risiken nicht angemeldeter Arbeit hin und betonte die Bedeutung der Einhaltung von Arbeitsgesetzen.

Die Aktion legte erhebliche Unregelmäßigkeiten im Bausektor offen. Die Behörden werden voraussichtlich weitere Schritte gegen die festgestellten Rechtsbrecher einleiten. Die Ergebnisse werfen zudem Fragen nach einer möglichen Ausbeutung von Arbeitskräften in ähnlichen Projekten auf.

Quelle