17 April 2026, 06:19

Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Stagnation und Bürokratie vor der Wahl 2026

Alte gedruckte Karte der preußischen und sächsischen Provinzen mit sichtbaren Grenzen auf altem Papier.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Stagnation und Bürokratie vor der Wahl 2026

Sachsen-Anhalts Wirtschaft steckt weiter in der Krise fest – das ist das Fazit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung kamen Unternehmer und Politiker zusammen, um über die anhaltenden Probleme der Region zu diskutieren: von explodierenden Energiekosten bis hin zu überbordender Bürokratie.

Die IHK hat nun ein Forderungspaket verabschiedet, das vor den Landtagswahlen 2026 Bewegung in die Debatte bringen soll.

Den Auftakt der Versammlung bildete eine nüchterne Bestandsaufnahme durch IHK-Präsident Sascha Gläßer, der die Wirtschaft als "in einer hartnäckigen Stagnation gefangen" beschrieb. Als Haupthemmnisse für Wachstum nannte er hohe Energiepreise, steigende Lohnkosten, übermäßige Steuerlasten und komplizierte Vorschriften.

Die Delegierten würdigten zudem die jüngste Regionalkampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus gerückt hatte. Die Resonanz fiel überwiegend positiv aus und bestärkt die Kammer darin, die politische Diskussion vor der Wahl 2026 mitzugestalten.

Um ihre Haltung zu untermauern, verabschiedete die Vollversammlung die "Politischen Positionspapiere der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026". Das Dokument benennt Prioritäten in sechs zentralen Bereichen: Reform des Arbeitsmarktes, Bildung, Innovation, Außenhandel, Energie und Infrastruktur. Zwar erkennen die Verantwortlichen in der Politik Handlungsbedarf – konkrete Lösungsansätze stehen jedoch noch aus.

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Die IHK will die Forderungen nun als Grundlage für den Dialog mit den Parteien nutzen, um die wirtschaftliche Agenda vor der Wahl zu prägen. Das Positionspapier formuliert klare Reformvorschläge, die die Ursachen der Stagnation bekämpfen sollen. Ob daraus jedoch Taten folgen, bleibt abzuwarten. Mit Blick auf die Wahlen 2026 will die Kammer die Themen jedenfalls prominent auf die Tagesordnung setzen.

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