Bußgeldstelle stoppt Bußgelder wegen IT-Problemen - Sachsen-Anhalt stoppt Mahnungen für Verkehrsstrafen wegen IT-Panne
Zentrales Bußgeldstelle Sachsen-Anhalts setzt Mahnungen für unbezahlte Verkehrsstrafen aus
Die Zentrale Bußgeldstelle Sachsen-Anhalts hat vorläufig den Versand von Mahnungen für unbezahlte Verkehrsstrafen eingestellt. Der Schritt folgt auf eine IT-Störung, durch die Zahlungseingänge nicht korrekt dem Landeshaushalt zugeordnet werden konnten. Die Behörden arbeiten nun daran, ungerechtfertigte Sanktionen für betroffene Bürger zu vermeiden.
Das technische Problem trat zu Jahresbeginn auf und führte zu Fehlern bei der Bearbeitung der Bußgelder. In der Folge entschied die Behörde, alle Mahnungen auszusetzen, bis die Störung behoben ist. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass Bürger unberechtigte Forderungen für Säumniszuschläge erhalten.
Die Aussetzung betrifft jedoch nur die Mahnungen – nicht die Strafen selbst. Neue Verkehrsverstöße, etwa wegen Rasens oder Trunkenheit am Steuer, werden weiterhin wie gewohnt geahndet. Die Zentrale Bußgeldstelle ist für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten im gesamten Bundesland zuständig und nimmt jährlich Millionen an Bußgeldern ein.
Bisher liegen keine Berichte über IT-Ausfälle in der Behörde vor. Die aktuelle Störung scheint ein Einzelfall zu sein, da keine früheren Systemausfälle dokumentiert sind.
Sobald die technische Panne vollständig behoben ist, wird die Behörde den Versand der Mahnungen wieder aufnehmen. Bis dahin erhalten Autofahrer mit ausstehenden Bußgeldern keine weiteren Zahlungserinnerungen. Der Landeshaushalt soll die fehlerhaft zugeordneten Zahlungen nach Lösung des Problems korrigieren.