Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Fachkräftemangel
Theo SchmitzSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Fachkräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Beschäftigung
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Das Bundesland führt damit in Ostdeutschland beim Wachstum – fast neun Prozent der Erwerbstätigen kommen mittlerweile aus dem Ausland. Mittlerweile stellt jedes vierte Unternehmen dort internationale Mitarbeiter ein.
Zwischen 2015 und 2025 hat sich die Zahl der Betriebe, die ausländisches Personal beschäftigen, verdoppelt. Allein von Juni 2024 bis Juni 2025 stieg die Anzahl der ausländischen Sozialversicherungspflichtigen um 5.560. Insgesamt hat sich die ausländische Belegschaft innerhalb eines Jahrzehnts vervierfacht.
Größere Unternehmen sind eher bereit, internationale Arbeitskräfte einzustellen – viele tun dies, um langfristige Fachkräftemangel zu bekämpfen. Dennoch beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Betriebe keine ausländischen Mitarbeiter.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, bezeichnet Zuwanderung als unverzichtbar. Er verweist auf demografische Entwicklungen als zentralen Grund für die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften.
Sachsen-Anhalt weist mittlerweile eine der höchsten Quoten ausländischer Beschäftigung in Ostdeutschland auf. Immer mehr Unternehmen setzen auf internationale Fachkräfte, um offene Stellen zu besetzen. Angesichts des anhaltenden Arbeitskräftebedarfs dürfte sich dieser Trend fortsetzen.






