Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Greta KochRheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Rheinmetall und Boeing bieten MQ-28 Ghost Bat als Drohnenlösung für die Luftwaffe an
Rheinmetall hat sich mit Boeing zusammengeschlossen, um die Drohne MQ-28 Ghost Bat als mögliche Lösung für die deutsche Luftwaffe anzubieten. Ziel der Partnerschaft ist es, bis 2029 den Zuschlag für ein Collaborative Combat Aircraft (CCA) – ein unbemanntes Kampfflugzeug zur Zusammenarbeit mit bemannten Maschinen – zu erhalten. Beide Unternehmen treten damit gegen andere Rüstungsfirmen wie Airbus, Kratos und General Atomics an.
Der Schritt folgt auf frühere Gespräche Rheinmetalls mit Boeing und Lockheed Martin im August 2025 über eine mögliche CCA-Zusammenarbeit.
Die MQ-28 Ghost Bat ist eine modulare Drohne, die für Aufklärungsmissionen, elektronische Kriegsführung und die Integration von Waffensystemen ausgelegt ist. Bisher hat sie über 150 Testflüge absolviert und ist darauf ausgelegt, in Hochrisikogebieten gemeinsam mit bemannten Flugzeugen zu operieren. Rheinmetall übernimmt in Deutschland die Rolle des Systemintegrators und wird für die Einbindung der Drohne in bestehende Strukturen, Wartung und logistische Unterstützung verantwortlich sein.
Das Unternehmen wird die Drohne an die nationalen Anforderungen der Bundeswehr anpassen und sicherstellen, dass sie mit aktuellen und künftigen Führungs- und Einsatzsystemen kompatibel ist. Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte zuvor angedeutet, dass Deutschland bis zu 400 CCAs benötigen könnte. Gleichzeitig könnte auch das deutsche Rüstungs-Start-up Helsing mit seiner autonomen Drohne CA-1 in den Wettbewerb einsteigen.
Erst kürzlich hatte Rheinmetall in einer Stellungnahme die ukrainischen Bemühungen zur Verteidigung gegen russische Angriffe gewürdigt. Dies folgte auf Kritik an früheren Äußerungen Pappergers zur ukrainischen Drohnenindustrie.
Die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Boeing wird nun darauf hinarbeiten, den CCA-Auftrag vor der Frist 2029 zu gewinnen. Bei Erfolg könnte die MQ-28 Ghost Bat zu einem zentralen Baustein der deutschen Luftwaffe werden. Neben den beiden Unternehmen konkurrieren weitere Rüstungsfirmen mit eigenen Lösungen für autonome Kampfflugzeuge um den Zuschlag.






