11 April 2026, 04:13

Reformpaket soll Deutschlands schwaches Wirtschaftswachstum durch mehr Beschäftigung und Produktivität beenden

Grafik mit der Überschrift "Die Vorteile der erhöhten Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen" zeigt Produktivitätsanstieg ohne entsprechenden Nutzen für die Mittelschicht.

Reformpaket soll Deutschlands schwaches Wirtschaftswachstum durch mehr Beschäftigung und Produktivität beenden

Deutschlands Wirtschaft kämpft seit Jahren mit schwachem Wachstum – vor allem wegen einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung. Nun soll ein neu vorgestelltes Reformpaket die Trendwende einleiten: durch höhere Beschäftigung, längere Arbeitszeiten sowie mehr Produktivität dank Technologie und Investitionen.

Vorgestellt wurde der Plan von Finanzminister Lars Klingbeil und stößt auf Zustimmung beim Wirtschaftsexperten Jens Südekum, der als sein persönlicher Berater fungiert. Südekum hält es für möglich, dass die Reformen das Wachstumspotenzial Deutschlands mindestens verdoppeln könnten – und selbst diese Prognose nennt er noch zurückhaltend.

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Sein Berechnungen zufolge könnte das Wachstum bereits in dieser Legislaturperiode von 0,5 auf 1 Prozent steigen. Damit würde der Effekt die Maßnahmen der bisherigen Ampelkoalition übertreffen, die maximal 0,9 Prozent zusätzliches Wachstum bringen sollten.

Im Mittelpunkt des Reformplans stehen drei Hebel: mehr Erwerbstätige, längere Lebensarbeitszeiten und Produktivitätsgewinne durch neue Technologien sowie höhere Kapitalinvestitionen. Gelingt das Vorhaben, könnte dies einen grundlegenden Wandel für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Die Regierung setzt darauf, dass eine höhere Erwerbsbeteiligung, längere Berufslaufbahnen und modernisierte Industrien das Wachstumspotenzial verdoppeln. Ob die Maßnahmen halten, was sie versprechen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Quelle