18 March 2026, 16:16

Pilotprojekt LadeFlexBW zeigt: E-Autos können das Stromnetz entlasten – ganz ohne Komfortverlust

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund bei einer bewölkten Himmel.

Pilotprojekt LadeFlexBW zeigt: E-Autos können das Stromnetz entlasten – ganz ohne Komfortverlust

Pilotprojekt in Baden-Württemberg testet, wie E-Auto-Laden das Stromnetz entlasten kann – ohne Komfortverlust für Fahrer

Ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg erprobt, wie das Laden von Elektroautos (E-Autos) das Stromnetz unterstützen kann, ohne die Fahrer zu beeinträchtigen. Das 2023 von EnBW und der Landesregierung gestartete Projekt LadeFlexBW umfasst mittlerweile über 5.000 private E-Auto-Besitzer, die für flexible Ladegewohnheiten eine Vergütung erhalten. Ziel ist es zu zeigen, dass bereits kleine Anpassungen der Ladezeiten die Netzbelastung verringern können – und das bei einfacher und freiwilliger Teilnahme.

Das Projekt LadeFlexBW nutzt das bestehende System der Standardlastprofile (SLP) in Deutschland und kommt ohne intelligente Stromzähler aus. Stattdessen werden Fahrer belohnt, wenn sie ihr Fahrzeug zu Zeiten mit geringerem Strombedarf laden. Die Teilnehmer müssen weder den Energieanbieter wechseln noch ihre Tarife anpassen, da die Flexibilität unabhängig vom regulären Strombezug vermarktet wird.

Bis März 2026 hatten sich bereits über 5.000 E-Auto-Besitzer in der Region für den Feldversuch angemeldet oder registriert. Das System ist so konzipiert, dass es sich von einigen Hundert auf Zehntausende Fahrzeuge hochskalieren lässt – und damit auch für eine breitere Anwendung geeignet ist. Oliver Strangfeld, Vorstandsmitglied beim Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, betont die Bedeutung solcher Praxisversuche, um von kleinen Pilotprojekten zu großflächigen Lösungen zu gelangen.

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Dominique Gross, Geschäftsführer von Intelligent Energy System Services (IE2S), nutzt das Projekt, um ein Erlösmodell zu testen, das Fahrer für ihre Flexibilität entlohnt. Dieser Ansatz schafft für die Teilnehmer eine zusätzliche Einnahmequelle und passt damit zum europäischen Trend hin zu mehr Nachfragesteuerungssystemen. Die Erkenntnisse aus LadeFlexBW sollen zudem die zukünftige Energiepreisgestaltung, digitale Ladedienste und Regularien für die Integration der E-Mobilität ins Stromnetz prägen.

Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, könnte dies den Weg für eine flächendeckende Einführung flexibler Ladelösungen in Deutschland ebnen. Da keine neue Infrastruktur oder komplexe Änderungen erforderlich sind, bietet LadeFlexBW eine praktikable Methode, um die Netzlast zu steuern und gleichzeitig E-Auto-Besitzer zu belohnen. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, Politiken und Technologien weiterzuentwickeln, während das Land auf eine saubere Energiezukunft zusteuert.

Quelle