Mitteldeutschland-Bahn scheitert an zwei Milliarden Euro Finanzlücke – Projekt auf Eis
Greta KochMitteldeutschland-Bahn scheitert an zwei Milliarden Euro Finanzlücke – Projekt auf Eis
Pläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung scheitern an Finanzlücke
Die Pläne für die Bahnverbindung durch Mitteldeutschland sind an einer finanziellen Hürde gescheitert. Das Vorhaben, das Reisen von Sachsen über Thüringen bis in den Westen Deutschlands beschleunigen soll, steht vor einer Finanzierungslücke von zwei Milliarden Euro. Ohne zusätzliche Mittel bleiben wichtige Abschnitte – darunter die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz – vorerst auf Eis.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen drängt auf schnellere Fortschritte bei der Bahnverbindung. Sie bezeichnet das Projekt als eine der wichtigsten Verkehrsinitiativen der Region. Die Fraktion fordert die sofortige Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz sowie einen teilweisen zweigleisigen Ausbau.
Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen, doch die Arbeiten wurden auf 2028 verschoben. Die vollständige Elektrifizierung, die eigentlich früher erfolgen sollte, wurde nun auf 2032 verlegt. Das Bundesverkehrsministerium räumt ein, dass derzeit keine Haushaltsmittel für die Maßnahmen zur Verfügung stehen.
Die fertige Strecke würde schnellere Fernverkehrszüge von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, besteht darauf, dass die Bundesförderung erhöht werden muss, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Die Mitteldeutschland-Bahnverbindung bleibt aufgrund fehlender Gelder blockiert. Allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz werden 544 Millionen Euro benötigt – die Zukunft des Projekts hängt davon ab, zusätzliche staatliche Unterstützung zu sichern. Bis dahin bleiben schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland in weiter Ferne.






