Merz bringt Verzögerung des Kohleausstiegs ins Spiel – Klimaziele in Gefahr
Greta KochMerz bringt Verzögerung des Kohleausstiegs ins Spiel – Klimaziele in Gefahr
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine mögliche Verzögerung des deutschen Kohleausstiegs ins Spiel gebracht. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Sorgen um die Stromversorgung des Landes. Unterdessen drängt die Grünen-Partei Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD), jede Verschiebung abzulehnen.
Merz argumentierte, dass bestehende Kohlekraftwerke möglicherweise länger in Betrieb bleiben müssten als geplant. Er verwies auf mögliche Engpässe in der Energieversorgung und betonte die Notwendigkeit, die Stromversorgung Deutschlands abzusichern. Gleichzeitig forderte er einen beschleunigten Bau von Gaskraftwerken, um die Übergangsphase zu überbrücken.
2022 stammten noch 44,5 Prozent des deutschen öffentlichen Nettostroms aus fossilen Energieträgern – mit Kohle als größtem Anteil. Die Lausitz, eine traditionelle Bergbauregion, durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel, da Deutschland schrittweise aus der Braunkohle aussteigt. Der Energiekonzern LEAG mit Sitz in Cottbus soll rund 1,75 Milliarden Euro als Ausgleich für die Stilllegung seiner Kohlekraftwerke bis 2038 erhalten.
Die Grünen reagierten mit der Aufforderung an Woidke, Planungsicherheit für Beschäftigte und Investitionen in den Strukturwandel zu gewährleisten. Sie bestanden darauf, dass eine Verzögerung des Kohleausstiegs die Klimaziele Deutschlands untergraben und die wirtschaftliche Transformation gefährden würde.
Merz' Vorschlag könnte den Zeitplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland verlängern. Die Debatte dreht sich nun darum, wie sich Versorgungssicherheit und Klimaschutzziele in Einklang bringen lassen. Auch die Entschädigungsvereinbarung mit LEAG und die Transformationspläne für die Lausitz könnten angepasst werden müssen, falls der Ausstieg verschoben wird.






