Mainz plant 105-Millionen-Projekt: Gutenberg-Museum wird saniert und erweitert
Anna SchmittMainz plant 105-Millionen-Projekt: Gutenberg-Museum wird saniert und erweitert
Mainz treibt die Pläne für die Sanierung und Erweiterung des Gutenberg-Museums mit geschätzten Kosten von knapp 105 Millionen Euro voran. Die Stadt wirbt derzeit um Mittel aus verschiedenen Quellen, darunter ein zinsgünstiges Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB). Doch bereits jetzt melden lokale Politiker Bedenken hinsichtlich Transparenz und möglicher Finanzierungslücken an.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich voraussichtlich auf rund 105 Millionen Euro. Bisher hat die Stadt Fördergelder in Höhe von etwa 28,5 Millionen Euro beantragt bzw. eingeworben – das entspricht rund 27 Prozent der aktuellen Schätzung. Rheinland-Pfalz hat eine Förderung von 20 bis 25 Millionen Euro zugesagt, während weitere Bundesmittel noch beantragt werden.
Um die Belastung für den städtischen Haushalt zu verringern, setzt die Verwaltung stark auf Zuschüsse von Landes- und Bundesebene. Zudem wird ein zinsgünstiger Kredit der EIB als Teil der Finanzierungsstrategie geprüft. Die Stadtverwaltung räumt jedoch ein, dass die Kosten noch nicht abschließend kalkuliert sind – insbesondere die Ausgaben für Ausstattung und technische Einrichtung stehen noch nicht fest.
Die FDP-Fraktion im Mainzer Stadtrat fordert mehr Transparenz im Verfahren. Sie warnt vor möglichen Finanzierungslücken und besteht auf eine vollständige Offenlegung des Finanzierungskonzepts inklusive Risikoanalyse. Die Stadtverwaltung hat daraufhin zugesagt, die zuständigen Gremien über wichtige Entwicklungen im Projektverlauf regelmäßig zu informieren.
Bisher wurden noch keine Förderanträge offiziell bewilligt. Die Stadt bemüht sich weiterhin um finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen, um die hohen Sanierungskosten zu decken. In den kommenden Monaten sind regelmäßige Updates zum Stand des Projekts und der Finanzierung zu erwarten.






