21 April 2026, 10:16

Mainz kämpft mit dramatischer Wohnungsnot – Preise explodieren weiter

Eine Häuserreihe an einer Straßenecke mit Fenstern, Türen, Stufen, Geländern, Mülltonnen, Bäumen und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

Mainz kämpft mit dramatischer Wohnungsnot – Preise explodieren weiter

Mainz steckt in einer sich verschärfenden Wohnungsnot – die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Im Jahr 2024 fehlten in der Stadt etwa 7.100 Wohnungen, obwohl der Wohnungsbestand seit 2015 um 11 Prozent gewachsen ist. Angesichts stark steigender Preise und Mieten setzen die Verantwortlichen nun auf neue Baugebiete, um die Krise zu entschärfen.

Die Einwohnerzahl von Mainz steigt kontinuierlich an und treibt den Bedarf an Wohnraum über die aktuellen Kapazitäten hinaus. Im vergangenen Jahr gab es rund 121.800 Wohneinheiten in der Stadt, doch 73 Prozent davon entfielen auf Mehrfamilienhäuser. Fast 70 Prozent aller Wohnungen werden vermietet, wobei 43,7 Prozent im Besitz privater Vermieter sind.

Seit 2015 sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 48 Prozent gestiegen und erreichten 2024 im Schnitt 4.030 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten zogen in ähnlichem Maße nach: Sie kletterten im gleichen Zeitraum um 40 Prozent und lagen 2023 bei durchschnittlich 14 Euro pro Quadratmeter. Besonders betroffen sind kleinere Haushalte, die 80 Prozent der über 118.000 Haushalte in Mainz ausmachen.

Trotz Bemühungen, den Wohnungsmarkt auszubauen, hat sich das Defizit seit 2015 um etwa 1.300 Wohnungen verschärft. Experten prognostizieren, dass die Stadt bis 2035 weitere 4.000 Haushalte hinzugewinnen wird – was den Druck auf den Markt zusätzlich erhöhen dürfte. Die Behörden setzen auf neu ausgewiesene Bauflächen, um die Situation zu entlasten, doch eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht.

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Die Wohnungsnot in Mainz zeigt keine Anzeichen einer Entspannung: Die Preise und Mieten steigen weiter. Die starke Abhängigkeit von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern und privaten Vermietern verschärft die Probleme. Ohne deutlichen Neubau wird sich die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage voraussichtlich weiter vergrößern.

Quelle