Landkreis reformiert Altkleider-Sammlung wegen Markt-Krise und sinkender Nachfrage
Theo SchmitzLandkreis reformiert Altkleider-Sammlung wegen Markt-Krise und sinkender Nachfrage
Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Alttextil-Sammlung
Angesichts schwerer Turbulenzen auf dem Textilrecycling-Markt ändert der Landkreis Schmalkalden-Meiningen sein System zur Sammlung gebrauchter Kleidung. Zu den Problemen zählen Insolvenzen in der Branche sowie eine sinkende Nachfrage nach Secondhand-Ware. Jährlich werden im Landkreis rund 300 Tonnen Altkleider gesammelt – die Erlöse trugen bisher dazu bei, die Abfallgebühren stabil zu halten.
Doch der Markt für gebrauchte Textilien ist in den vergangenen Jahren zusammengebrochen: Sortieranlagen wurden geschlossen, die Kosten stiegen, und die Qualität der Spenden ließ nach. Als Reaktion reduziert der Landkreis die Zahl der frei zugänglichen Sammelcontainer. Stattdessen sollen die Annahmestellen zentralisiert werden, möglichst an betreuten Standorten, um Verunreinigungen zu vermeiden und die Materialqualität zu verbessern.
Bereits jetzt wurden einige Container in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön abgebaut. Bürger können ihre Alttextilien nun zum Recyclinghof in Kaltennordheim bringen. Für die Region Hohe Rhön werden zusätzliche Lösungen geprüft.
Der Landkreis weist darauf hin, dass nur saubere, tragbare Kleidung abgegeben werden sollte. Akzeptiert werden Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher, Decken, Vorhänge, Taschen, Rucksäcke, Gürtel, Mützen und Schals. Nicht angenommen werden stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Ware, Teppiche, Matratzen, Hausmüll, Elektrogeräte, Kunststoffe und Papier. Zudem wird darum gebeten, keine Tüten oder Abfälle neben den Containern zurückzulassen.
Ziel der Umstellung ist es, trotz der schwierigen Marktsituation ein funktionierendes Textilsammelsystem aufrechtzuerhalten. Mit weniger, aber besser kontrollierten Annahmestellen hofft der Landkreis, weiterhin verwertbare Materialien zu gewinnen. Langfristig könnten die Anpassungen auch dazu beitragen, die Kosten der Abfallwirtschaft zu stabilisieren.






