18 April 2026, 00:23

Köhlbrandbrücke in Hamburg: Schwerlastverkehr über 44 Tonnen verboten

Eine stark befahrene Autobahn mit Schwerlastverkehr unter einer Brücke, umgeben von Gras, Bäumen, Gebäuden, Strommasten und Straßenlaternen unter einem Himmel.

Köhlbrandbrücke in Hamburg: Schwerlastverkehr über 44 Tonnen verboten

Strikte Verkehrsbeschränkungen für Hamburger Köhlbrandbrücke in Kraft getreten

Auf der Köhlbrandbrücke in Hamburg, einer der wichtigsten Verkehrsadern durch den Hamburger Hafen, gelten ab sofort weitreichende Einschränkungen: Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen sind von der Nutzung der 1974 errichteten Brücke ausgeschlossen. Die Maßnahme folgt auf Bedenken hinsichtlich der langfristigen Standfestigkeit der Konstruktion, nachdem jüngste Inspektionen weitere Schäden aufgedeckt hatten.

Betroffen sind vor allem Schwertransporte, die einer Sondergenehmigung bedürfen. Während der reguläre Güterverkehr mit bis zu 40 Tonnen die Brücke weiterhin nutzen darf, belastet bereits eine einzelne Überladung die Struktur um ein Vielfaches stärker als ein herkömmlicher Lkw. Täglich überqueren rund 32.000 Fahrzeuge die Brücke, die damit eine zentrale Rolle für die Hafenlogistik spielt.

Ziel der Beschränkung ist es, die Belastung der tragenden Bauteile und der Zufahrtsrampen zu verringern, die zunehmend Verschleißerscheinungen zeigen. Branchenverbände kritisieren jedoch die zögerliche Umsetzung eines Neubaus der maroden Brücke. Mit dem Baubeginn einer Ersatzkonstruktion wird frühestens in den frühen 2030er-Jahren gerechnet.

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Für den Großteil des Güterverkehrs ändert sich vorerst nichts – nur ein kleiner Teil der Schwertransporte ist von dem Verbot betroffen. Die Behörden betonen, dass die Maßnahme notwendig sei, um die Brücke bis zur Fertigstellung eines Nachfolgebauwerks betriebsfähig zu halten.

Das Verbot für übergroße Fahrzeuge gilt vorerst auf unbestimmte Zeit und ist Teil umfassender Bemühungen, die Lebensdauer der Köhlbrandbrücke zu verlängern, während die Planungen für eine neue Querung voranschreiten. Bis dahin müssen die schwersten Transportfahrzeuge auf Ausweichrouten ausweichen.

Quelle