10 June 2026, 02:12

Koblenzer Eltern verzweifelt: Kein Kinderarzt mehr in Sicht

Sag 'Aaaaaah': Kinderkliniken in der Krise

Koblenzer Eltern verzweifelt: Kein Kinderarzt mehr in Sicht

Eltern in Koblenz kämpfen darum, für ihre Kinder Kinderärzte zu finden. Viele Praxen nehmen aufgrund der überwältigenden Nachfrage keine neuen Patienten mehr auf. Der Mangel geht auf einen Fachkräftemangel in Kliniken und Krankenhäusern zurück.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster besuchte kürzlich eine örtliche Kinderarztpraxis, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er sprach mit Dr. Martin Schwenger, dessen Praxis wöchentlich rund 500 Patienten behandelt. Oster versprach anschließend, sich in Berlin für Lösungen einzusetzen, um Familien den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern.

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Jede Praxis im Koblenzer Regionalnetz übernimmt bereits mindestens einen monatlichen Bereitschaftsdienst. Doch da Krankenhäuser wegen Personalmangels Kinderbetten abbauen, steigt der Druck auf die verbleibenden Einrichtungen. Manche Eltern legen mittlerweile bis zu 50 Kilometer zurück, um einen Arzt zu erreichen.

Die Situation führt zu großer Frustration – besonders bei Familien, die neu in die Region ziehen oder deren Kinderarzt in Rente gegangen ist. Nicht alle nehmen eine Absage einfach hin. Da keine schnelle Entlastung in Sicht ist, wächst die Belastung für die Familien – und für das gesamte System.

Die Krise spiegelt einen grundlegenden Mangel an ausgebildetem Fachpersonal in Kinderkliniken und -praxen wider. Die Praxen sind überlastet, und weite Anfahrtswege zu Terminen sind längst zur Normalität geworden. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich die Versorgungssituation für Kinder in Koblenz voraussichtlich weiter verschärfen.

Quelle