31 May 2026, 16:15

Koblenz baut Übergangsschule in Goldgrube – doch Eltern protestieren heftig

Interimschool in Koblenz-Goldgrube: Stadtverordnetenversammlung gibt grünes Licht

Koblenz baut Übergangsschule in Goldgrube – doch Eltern protestieren heftig

Der Stadtrat von Koblenz hat die Pläne für eine neue Übergangsschule im Stadtteil Goldgrube genehmigt. Die Entscheidung, die am 28. Mai gefallen ist, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Max-von-Laue-Gymnasium dringend saniert werden muss. Doch das Vorhaben stößt bereits jetzt auf Widerstand bei Eltern und Anwohnern.

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Die Übergangsschule entsteht auf einem städtischen Grundstück in Goldgrube, das bereits geräumt und baulich erschlossen ist. Die Anlage, die bis zu 50 Jahre genutzt werden soll, wird voraussichtlich rund 21,5 Millionen Euro kosten. Zunächst werden dort Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums unterrichtet, das wegen Sicherheitsmängeln – darunter Brandschutzprobleme, statische Defizite und schlechte Akustik – bis 2028 geschlossen werden muss.

Bevor die neue Schule ihre Türen öffnet, ziehen die Schüler der Pestalozzi-Grundschule in ein provisorisches Container-Gebäude um, das 3,5 Millionen Euro kostet. Der Abriss des alten Pestalozzi-Schulhauses schlägt mit weiteren 750.000 Euro zu Buche. Sobald das Max-von-Laue-Gymnasium umgesiedelt ist, steht die Übergangsschule auch für andere größere Sanierungsprojekte in Koblenz zur Verfügung.

Die Kritik an den Plänen wächst rasant. Eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Übergangsschule in Goldgrube auf Kosten unserer Kinder“ verzeichnete bis Donnerstagnachmittag bereits über 1.000 Unterschriften. Eltern und Anwohner befürchten mehr Verkehr, begrenzte Parkmöglichkeiten und mögliche Konflikte, wenn sich verschiedene Schülergruppen den gleichen Raum teilen.

Trotz des lokalen Widerstands wird das Projekt wie geplant umgesetzt. Die Übergangsschule soll eine langfristige Lösung für die anstehenden Schulsanierungen in Koblenz bieten. Als nächste Schritte stehen der Umzug der Schüler und der Baubeginn auf dem Goldgrube-Gelände an.

Quelle