25 March 2026, 12:18

Henkel erhöht Preise wegen explodierender Öl- und Logistikkosten

Liniengraph, der einen proyectierten Rückgang der zukünftigen Ölimport-Erwartungen mit begleitendem Erläuterungstext zeigt.

Henkel erhöht Preise wegen explodierender Öl- und Logistikkosten

Henkel erhöht Preise wegen steigender Ölkosten

Angesichts steigender Rohölpreise zieht Henkel die Preise für seine Produkte an. Das Unternehmen, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, betont jedoch, dass die Produktqualität die Erhöhungen rechtfertigen werde. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass ein Aufschub der Preisanpassungen die finanzielle Belastung noch verschärfen könnte.

Der Ukraine-Krieg, der im Februar 2022 begann, beeinträchtigte Henkels weltweite Verkäufe zunächst spürbar. Die Nachfrage nach den Kerngeschäftsbereichen – Klebstofftechnologien (Adhesive Technologies) und Konsumgütermarken (Consumer Brands) – ging aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit und Inflation zunächst zurück. Doch ab 2023 stabilisierte sich der Markt wieder, und es zeichnete sich ein moderates Wachstum ab. Laut Jahresberichten stiegen die Umsätze zwischen 2023 und 2025 jährlich um 2 bis 4 Prozent.

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Die steigenden Ölpreise haben bei Henkel die Material-, Lieferketten- und Logistikkosten in die Höhe getrieben. Zulieferer und Transportunternehmen verlangen höhere Preise, was die Gewinnmargen belastet. Zwar ist Henkel nicht direkt in den Konflikt verwickelt, doch die indirekten Folgen der höheren Ölpreise zwingen das Unternehmen zu einer Neubewertung seiner Preispolitik.

Von den rund 47.000 Mitarbeitern weltweit arbeitet weniger als ein Fünftel in Deutschland. Das Unternehmen, das 2021 einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro erzielte, setzt auf die Markentreue seiner Kunden. Knobel betonte, dass Zögern bei Preiserhöhungen langfristig die finanzielle Situation weiter verschlechtern könnte.

Henkels Strategie basiert auf der starken Bindung der Verbraucher zu seinen etablierten Marken, um die höheren Preise auszugleichen. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen erwartet das Unternehmen ein schrittweises Umsatzwachstum. Vorerst hofft man, dass sich die Auswirkungen des Krieges nicht über das gesamte Jahr erstrecken werden.

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