Hanau revolutioniert Arbeitsmarkt: Neue Strategie gegen Beschäftigungslosigkeit ab 2026
Anna SchmittHanau revolutioniert Arbeitsmarkt: Neue Strategie gegen Beschäftigungslosigkeit ab 2026
Hanau führt neue Arbeitsmarktstrategie ein, um Beschäftigungshürden abzubauen
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt die Stadt Hanau die direkte Verwaltung der Grundsicherung für Arbeitssuchende und setzt damit auf eine neu ausgerichtete Arbeitsmarktstrategie, die Bewohner:innen mit Beschäftigungshemmnissen gezielt unterstützen soll. Im Mittelpunkt stehen bessere Vernetzung, Qualifizierungsmaßnahmen und ein erleichterter Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten.
Das Konzept basiert auf drei Schwerpunkten: der Stärkung der Zusammenarbeit lokaler Akteure, der Ausweitung von Bildungsangeboten zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie der Schaffung klarer Wege in den Arbeitsmarkt. Ein zentrales Vorhaben ist die Kooperation mit der Martin-Luther-Stiftung Hanau, die niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten für Interessierte im Pflegebereich bietet.
Auch die Hanau Infrastruktur Service GmbH leistet einen Beitrag, indem sie Arbeitsgelegenheiten in Bereichen wie öffentlicher Dienst und Abfallwirtschaft anbietet. Parallel dazu wird das Projekt "Gemeinschaftliche Arbeitsgelegenheiten" in der Sportfeld-Anlage ausgeweitet und steht künftig auch Bezieher:innen von Bürgergeld offen. Diese oft als "Ein-Euro-Jobs" bekannten Maßnahmen zielen darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit zu steigern und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Ein gemeinsamer Arbeitgeberservice unterstützt Unternehmen bei der Personalgewinnung, der Organisation von Ausbildungsprogrammen und der Förderung von Neueinstellungen. Stadt und Partner begleiten gezielt geeignete Kandidat:innen – darunter Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Schulabschluss sowie Geflüchtete mit unklaren Bildungsbiografien – auf dem Weg in Qualifizierung und Beschäftigung.
Mit der Übernahme der vollen Verantwortung für die Verwaltung der Grundsicherung Anfang 2026 setzt Hanau auf ein ganzheitliches Modell: Durch die Verknüpfung von Arbeitsgelegenheiten, Kompetenzaufbau und Unternehmenskooperationen sollen Hürden auf dem Arbeitsmarkt abgebaut werden. Im Fokus bleiben praxisnahe Lösungen, die den Einwohner:innen den Einstieg in stabile Arbeitsverhältnisse ermöglichen.






