Hammer Raumstylisten startet am 1. April das reguläre Insolvenzverfahren
Greta KochHammer Raumstylisten startet am 1. April das reguläre Insolvenzverfahren
Hammer Raumstylisten GmbH tritt am 1. April 2026 in das reguläre Insolvenzverfahren ein. Trotz monatelanger Suche nach Investoren konnte keine tragfähige Lösung gefunden werden, um die angeschlagene Einzelhandelskette zu retten. Das Unternehmen wird nun in seinen verbleibenden Filialen Räumungsverkäufe starten, um die dringend benötigte Liquidität zu sichern.
Das Insolvenzverfahren hatte bereits im Januar 2026 begonnen, mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH an der Spitze. Seither wurden bereits 46 der ursprünglich bestehenden Hammer-Filialen geschlossen, wobei seit dem 16. März Räumungsverkäufe vor der Schließung liefen. Zum 1. April sind noch 41 Standorte in Betrieb.
Über 300 potenzielle Investoren wurden angesprochen, doch Verhandlungen mit zwei ernsthaften Interessenten scheiterten. Meyer bestätigte, dass kein Investor bereit war, Hammer als Fachhandelsmarke zu erhalten. Ohne Rettungslösung bleibt dem Unternehmen nun nur noch der Weg über radikale Kostensenkungen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Die Lohnforderungen von rund 1.100 Mitarbeitern werden bis zum 31. März 2026 durch Insolvenzgeld abgedeckt. Danach hängt die Bezahlung der Belegschaft von den Einnahmen aus den anstehenden Räumungsverkäufen ab. Ab dem 1. April werden die verbleibenden 41 Filialen ihre Preise drastisch senken, um Mittel zu generieren und möglicherweise Teile des Geschäfts zu übertragen – wenn auch mit deutlich weniger Standorten als zuvor.
Da es nicht gelang, Investoren zu gewinnen, steht die Hammer Raumstylisten GmbH vor einem steilen Niedergang. Die Räumungsverkäufe werden entscheiden, ob Teile des Unternehmens über den April hinaus überleben können. Ohne weitere Hilfen bleibt die Zukunft der Fachhandelskette ungewiss.






