Grüne in Rheinland-Pfalz: 8 Prozent trotz Rückgang – Eder will Klimadruck erhöhen
Anna SchmittGrüne in Rheinland-Pfalz: 8 Prozent trotz Rückgang – Eder will Klimadruck erhöhen
Bei der Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz erreichte die Grünen-Partei vorläufigen Angaben zufolge etwa acht Prozent der Stimmen. Parteichefin Katrin Eder feierte das Ergebnis bei der Wahlparty, wo sie von ihren Anhängerinnen und Anhängern mit Applaus begrüßt wurde. Zwar blieb das Ergebnis hinter dem Ergebnis von 2021 zurück, doch die Grünen werden künftig als Teil der Opposition im neuen Landtag vertreten sein.
Die Wahlbeteiligung lag bei 68,5 Prozent – ein Anstieg um 4,2 Punkte im Vergleich zu 2021. Rund 2,05 Millionen Menschen gaben ihre Stimme ab. Die CDU ging mit 31 Prozent als stärkste Kraft hervor, während Grünen und SPD – traditionell in städtischen Gebieten stärker – gemischte Ergebnisse erzielten. Die Grünen verfehlten jedoch ihr Ergebnis von 2021 (9,3 Prozent) sowie die in Umfragen prognostizierten neun Prozent.
Eder hatte in den letzten Wochen intensiv Wahlkampf geführt und dabei die klaren Klimaschutzpositionen der Grünen im Vergleich zur SPD betont. Die ehemalige Mainzer Stadträtin hatte sich für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Radinfrastruktur und eine Reduzierung des Autoverkehrs eingesetzt. Als Landesumweltministerin trieb sie zudem ein Klimaschutzgesetz voran, das bis 2040 Klimaneutralität vorsieht – allerdings mit einer Überprüfungsklausel für 2031.
Da die FDP den Wiedereinzug in den Landtag verpasste, verloren die Grünen nach 15 Jahren Regierungsbeteiligung ihren Koalitionspartner. Eder räumte die Veränderung ein, betonte aber die Rolle ihrer Partei, die neue große Koalition kritisch zu begleiten. Die Grünen hätten sich als "die ursprüngliche Kraft im Klimaschutz" bewiesen, erklärte sie und kündigte an, die Regierung in Umweltfragen unter Druck zu setzen.
Künftig werden die Grünen mit etwa zehn Sitzen als kleinste demokratische Oppositionsfraktion im Landtag vertreten sein. Ihr Fokus liegt nun darauf, die Klimapolitik von außen mitzugestalten. Eders Führung und die Umweltbilanz der Partei bleiben zentrale Elemente ihrer künftigen Strategie.






