30 June 2026, 12:16

Gorleben bleibt 20 Jahre länger Atomlager – trotz Proteste und Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt 20 Jahre länger Atomlager – trotz Proteste und Sicherheitsbedenken

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt 20 Jahre länger in Betrieb

Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben wird seine Betriebserlaubnis um weitere 20 Jahre über die aktuelle Frist hinaus verlängern. Die Anlage, die von der bundeseigenen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) betrieben wird, lagert derzeit 113 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die Suche nach einem dauerhaften Endlager über den ursprünglich gesetzten Stichtag 2031 hinaus andauert.

Das Lager Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet und verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager. Die aktuelle Genehmigung läuft nach 40 Jahren Betrieb im Jahr 2034 aus. Die Castor-Behälter trafen in 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 ein – jeder Transport wurde von massiven Protesten begleitet.

Die BGE begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten. Das Unternehmen argumentiert, dass die Fortführung des Betriebs dazu beitrage, kritisches Wissen und Fachkompetenz im Umgang mit Atommüll zu bewahren. Die Verlängerung löst ein formelles Prüfverfahren aus, das vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geleitet wird.

Vor Ort bleibt der Widerstand groß. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) äußert Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit der Anlage.

Mit der Genehmigungsverlängerung bleibt Gorleben mindestens bis 2054 in Betrieb. Dies sichert die weitere Lagerung, während Deutschland nach einer dauerhaften Lösung sucht. Gleichzeitig wird damit die laufende Aufsicht formalisiert, um Sicherheit und den Erhalt von Fachwissen zu gewährleisten.

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