Gewerkschaft NGG fordert faire Löhne vor der Fußball-WM in Mainz
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in Mainz vor der Fußball-WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen für rund 6.850 Beschäftigte in der Gastronomie in Mainz ein – rechtzeitig vor der FIFA-Weltmeisterschaft. Im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) fordert die NGG zudem eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent.
Die NGG kritisiert die jüngsten Lohnangebote des DEHOGA als unzureichend und realitätsfremd im Hinblick auf die Bedürfnisse der Beschäftigten. Fairer Lohn und zumutbare Arbeitszeiten seien besonders während des Turniers unverzichtbar, betont die Gewerkschaft.
Da viele WM-Spiele spätabends oder frühmorgens stattfinden, werden Gaststätten und Restaurants in Mainz Schwierigkeiten haben, gewinnbringende Public-Viewing-Veranstaltungen auszurichten. Die NGG rechnet mit einer hohen Nachfrage nach den begrenzten Übertragungsmöglichkeiten.
Guido Noll, NGG-Vertreter für die Regionen Darmstadt und Mainz, warnt Arbeitgeber davor, den Fußball über das Wohl der Mitarbeiter zu stellen. Die Gewerkschaft fordert die Betriebe auf, in Stoßzeiten zusätzliches Personal einzustellen, um übermäßige Überstunden zu vermeiden. Gleichzeitig betont sie, dass Gastronomiebeschäftigte zwar bereit seien, zu arbeiten – aber nur unter fairen Bedingungen.
Zu den Forderungen der NGG gehören eine deutliche Lohnerhöhung sowie Schutz vor einem „Überstunden-WM-Marathon“. Die Arbeitgeber müssten für faire Bezahlung und tragbare Arbeitszeiten während des Turniers sorgen. Die Gewerkschaft bleibt in ihrer Haltung kompromisslos: Die Arbeitsbedingungen in der Branche müssen sich verbessern.






