30 May 2026, 12:14

Flüchtling aus Syrien gründet in Bremen ein Reparaturcafé für mehr Nachhaltigkeit

Karem Hasan repariert Dinge

Flüchtling aus Syrien gründet in Bremen ein Reparaturcafé für mehr Nachhaltigkeit

Im Bremer Stadtteil Neue Vahr betreibt Karem Hasan hinter der Heilig-Geist-Kirche ein Reparaturcafé. Die Initiative, die er nur acht Monate nach seiner Ankunft in der Stadt ins Leben rief, bietet kostenlose Reparaturen für defekte Geräte an. Hasan floh 2018 aus Syrien und besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft – eine Rückkehr in seine vom Krieg zerrüttete Heimat kommt für ihn nicht infrage.

2018 kam Hasan aus Damaskus nach Bremen, auf der Flucht vor dem anhaltenden Konflikt. Seitdem hat er sich ein neues Leben aufgebaut: Er arbeitet in Vollzeit in einem Industriebetrieb und widmet seine Freizeit dem Reparaturcafé. Die Werkstatt hat jeden Samstagmorgen geöffnet und an ausgewählten Wochentagen nach seiner Schicht.

Das Café arbeitet mit Ersatzteilen, die Kunden mitbringen oder mit Hasans Unterstützung bestellt werden. Seine Arbeit wird bald einfacher, denn ab Juli treten neue „Recht auf Reparatur“-Gesetze in Kraft, die Hersteller verpflichten, Produkte so zu gestalten, dass sie leichter zu reparieren sind.

Doch Hasan denkt schon weiter: Er träumt von größeren Räumlichkeiten, in denen er noch mehr Menschen das Reparieren beibringen kann. Sein Engagement für Nachhaltigkeit geht über die Werkstatt hinaus – er motiviert andere aktiv, sich an Reparaturen zu beteiligen und die Umwelt zu schützen. Im Dezember 2024 trat er zudem der SPD, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, bei.

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Hasans Fokus bleibt auf seinem Reparaturcafé und dessen wachsender Wirkung. Die bevorstehende Gesetzgebung wird seine Mission unterstützen, indem Reparaturen zugänglicher werden. Bis dahin meistert er weiterhin den Spagat zwischen Job, Gemeinschaftsarbeit und Familienleben in Bremen.

Quelle