FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte nach Junge-Freiheit-Interview ab
Greta KochFDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte nach Junge-Freiheit-Interview ab
Eine geplante Debatte zwischen Sabine Döring und FDP-Generalsekretär Martin Hagen wurde abgesagt. Döring zog ihre Teilnahme zurück, nachdem Hagen ein umstrittenes Interview der Jungen Freiheit gegeben hatte. Der Schritt hat innerhalb und außerhalb der Partei für Diskussionen gesorgt.
Die FDP steckt in einem internen Richtungsstreit. In den vergangenen Jahren hat die Partei viele Wähler an die AfD verloren. Einige Mitglieder argumentieren nun, dass man AfD-Anhänger gezielt ansprechen müsse, um Wahlen zu gewinnen.
Martin Hagen hatte kürzlich ein scharf formuliertes Interview mit der Jungen Freiheit geführt, einem Medium, das für seine rechtskonservativen Positionen bekannt ist. Darin griff er die AfD vehement an, bedauerte aber ironischerweise den verlorenen Diskurs in der Debattenkultur. Auch andere FDP-Politiker haben sich in der Vergangenheit in der Zeitschrift mit Interviews oder Gastbeiträgen geäußert.
Die Wissenschaftlerin und Liberale Sabine Döring sagte die geplante Diskussion bei der Friedrich-Naumann-Stiftung ab. Sie begründete dies damit, dass sie die Junge Freiheit nicht länger als Plattform nutzen wolle. Ihr Rückzug wird als bewusste Stellungnahme gegen Hagens Kurs innerhalb der Partei gewertet. Kritiker der FDP lobten ihre Entscheidung.
Die Absage unterstreicht die Spannungen in der FDP über Strategie und Werte. Dörings Haltung zeigt, dass sie sich von bestimmten Medien distanzieren will. Die Partei bleibt gespalten, wie sie mit ihrem schwindenden Wählerzuspruch umgehen soll.






