Falsche Wahlbetrugs-Vorwürfe bei Baden-Württembergs Landtagswahl entlarvt
Anna SchmittFalsche Wahlbetrugs-Vorwürfe bei Baden-Württembergs Landtagswahl entlarvt
Falsche Behauptungen über Wahlbetrug bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg verbreiten sich online
In den vergangenen Wochen haben sich in sozialen Medien falsche Behauptungen über Wahlfälschungen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ausgebreitet. Dabei wurden öffentlich bekannte Persönlichkeiten wie der Journalist Peter Hahne sowie die Politiker Markus Krall und Tino Chrupalla mit erfundenen Zitaten in Verbindung gebracht. Die Falschinformationen tauchten zunächst auf einem YouTube-Kanal auf, bevor sie von einem prorussischen Account auf X (ehemals Twitter) weiterverbreitet wurden.
Die gefälschten Äußerungen machten nach der Wahl die Runde – ohne jeden realen Hintergrund. Peter Hahne, der am Wahltag in einer Live-Sendung von Tichys Einblick zu sehen war, hatte weder Betrug noch Unregelmäßigkeiten erwähnt. Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bestätigte am 12. März, dass es keine Hinweise auf Wahlmanipulationen gebe.
Trotz fehlender Beweise äußerten Oppositionsparteien Bedenken. Daraufhin leitete die Landeswahlleitung eine umfassende Überprüfung aller 126 Wahlkreise ein. Bis zum 5. April 2026 hatten die Behörden Stichprobenkontrollen bei zehn Prozent der Wahlgeräte durchgeführt und am 30. März vorläufige Berichte an das Landesverfassungsgericht Baden-Württemberg übermittelt.
Bereits am 25. März hatte der Landeswahlleiter erklärt, dass sich keine ernsthaften Verdachtsmomente in Bezug auf Briefwahlmanipulationen ergeben hätten. Nach Abschluss der Prüfungen veröffentlichte die Behörde am 27. März das endgültige Wahlergebnis. Nach deutschem Wahlrecht können wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger weiterhin Einspruch einlegen – allerdings nur, wenn sie konkrete Beweise für Verstöße gegen Wahlrechte vorlegen.
Die Untersuchungen der Landeswahlleitung ergaben keine Hinweise auf Manipulationen bei der Wahl in Baden-Württemberg. Die endgültigen Ergebnisse wurden nach gründlichen Kontrollen, darunter Geräteprüfungen und Wahlkreisüberprüfungen, bestätigt. Rechtliche Schritte bleiben zwar möglich, setzen jedoch belastbare Beweise voraus.






