21 April 2026, 08:16

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen protestieren

Alte deutsche 100 Pfennig-Banknote mit einem Mann auf schwarzem Hintergrund und deutscher Schrift.

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen protestieren

Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, den steuerfreien Entlastungsbonus von 1.000 Euro für Beschäftigte bis Mitte 2027 zu verlängern. Die Entscheidung, die der Koalitionsausschuss am 12. April 2026 billigte, ermöglicht es Arbeitgebern, die Zahlung freiwillig zu gewähren. Doch bereits jetzt gibt es Kritik von Unternehmen wegen der zusätzlichen Kosten und der knappen Fristen.

Der Bonus, der ursprünglich zur finanziellen Entlastung eingeführt wurde, gilt nun bis zum 30. Juni 2027. Arbeitgeber können wählen, ob sie die volle Summe auf einmal auszahlen, sie in kleineren Raten aufteilen oder die Zahlung auf das nächste Jahr verschieben. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte die Flexibilität der Regelung und erklärte, dass Unternehmen nicht verpflichtet seien, die Leistung anzubieten.

Für Firmen ist der Bonus als Betriebsausgabe absetzbar, was ihre Steuerlast mindert. Dennoch argumentieren Wirtschaftsverbände, dass viele Betriebe die Zahlungen angesichts der kurzen Vorlaufzeit kaum stemmen können. Die Gesamtentlastung durch die Maßnahme wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt.

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Um die Steuerausfälle auszugleichen, plant die Bundesregierung, die Tabaksteuer bereits ab 2026 zu erhöhen. Die Verlängerung des Bonus folgt einem Entwurf der Koalitionsfraktionen, die die überarbeiteten Bedingungen nach Verhandlungen finalisiert haben.

Der verlängerte Bonus bietet Beschäftigten eine steuer- und sozialabgabenfreie Zahlung von bis zu 1.000 Euro. Arbeitgeber zeigen sich jedoch besorgt über die finanzielle Belastung und den engen Zeitrahmen für die Umsetzung. Mit der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer will die Regierung die Haushaltswirkungen der Entlastungsmaßnahme ausgleichen.

Quelle