Deutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich strikt ab – nur 29 Prozent dafür
Theo SchmitzDeutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich strikt ab – nur 29 Prozent dafür
Eine neue Umfrage zeigt, dass es in Deutschland starke Ablehnung gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters gibt. Die Mehrheit der Menschen – unabhängig von politischer Ausrichtung oder Region – lehnt den Vorschlag ab. Die Rentenkommission hat jedoch eine schrittweise Erhöhung über die nächsten zwei Jahrzehnte vorgeschlagen.
Die Rentenkommission plant, das Renteneintrittsalter zwischen 2031 und 2041 schrittweise um sechs Monate anzuheben. Doch nur 29 Prozent der Deutschen unterstützen diesen konkreten Plan. Insgesamt lehnen 62 Prozent der Bevölkerung jede Erhöhung grundsätzlich ab.
Die Meinungen unterscheiden sich dabei deutlich nach Partei und Region. Unter den Erwerbstätigen sind 68 Prozent gegen eine Anhebung. In Ostdeutschland liegt die Ablehnung sogar bei 73 Prozent. Bei den Anhängern der AfD ist der Widerstand am größten: 84 Prozent lehnen die Änderung ab. Die Linke folgt mit 77 Prozent Ablehnung dicht dahinter.
Einige Gruppen befürworten die Pläne jedoch. 58 Prozent der Union-Wähler unterstützen eine Erhöhung. Unter den Anhängern der Grünen sind es 55 Prozent.
Der Vorschlag stößt in weiten Teilen der Bevölkerung auf Widerstand. Nur eine Minderheit in den meisten Gruppen steht dahinter. Die Debatte über die Rentenreform wird voraussichtlich weitergehen.
