17 March 2026, 00:18

Deutsche Bank startet 150-Millionen-Dollar-Programm für afrikanische Handelsfinanzierung

Alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Deutsche Bank startet 150-Millionen-Dollar-Programm für afrikanische Handelsfinanzierung

Die Deutsche Bank hat sich mit der British International Investment (BII) zusammengeschlossen, um ein Risikoteilungsprogramm in Höhe von 150 Millionen US-Dollar zu starten. Die Initiative richtet sich an unterversorgte Märkte in Afrika und soll Engpässe im Handelsfinanzierungssektor verringern. Dies ist die erste formelle Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen.

Das Programm fungiert als finanzieller Rückhalt und unterstützt die lokalen Partner der Deutschen Bank auf dem gesamten Kontinent.

Die neue Vereinbarung ist als unfundiertes Risikobeteiligungsmodell strukturiert. Die BII stellt ein Sicherheitsnetz für die Partnerinstitute der Deutschen Bank bereit und entlastet so das Umlaufvermögen afrikanischer Unternehmen. Viele dieser Firmen sind derzeit auf Bargeschäfte angewiesen, um Importe und Lieferketten abzusichern – was ihr Wachstum einschränkt.

Laut Afrikanischer Entwicklungsbank beträgt die jährliche Finanzierungslücke im afrikanischen Handel rund 100 Milliarden US-Dollar. Kleinere Märkte wie Sambia, Äthiopien und Ruanda leiden unter chronischen Engpässen. In den letzten fünf Jahren haben mindestens 15 internationale Banken – darunter Standard Chartered, Barclays, HSBC und Citi – ihr Engagement in Afrika reduziert oder sich vollständig aus Märkten wie Nigeria, Kenia, Ghana und Südafrika zurückgezogen.

Unterdessen hat die Deutsche Bank einen Führungswechsel in ihrer Unternehmensbankensparte vollzogen. Gerald Podobnik wurde zum Co-Leiter des globalen Firmenkundengeschäfts ernannt und ersetzt Ole Matthiessen. Die Position teilt er sich künftig mit Michael Diederich.

Das 150-Millionen-Dollar-Programm zielt darauf ab, afrikanischen Unternehmen den Zugang zu Handelsfinanzierungen zu erleichtern. Durch die Verringerung der Abhängigkeit von Bargeschäften könnte es das Wachstum in unterversorgten Regionen fördern. Die Aktie der Deutschen Bank notiert derzeit bei 25,80 Euro – etwa 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

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