Chaos bei Sonthofener Bürgermeister-Stichwahl: Briefwahl-Pannen überschatten klaren Sieg Neusingers
Anna SchmittChaos bei Sonthofener Bürgermeister-Stichwahl: Briefwahl-Pannen überschatten klaren Sieg Neusingers
Die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Sonthofen endete mit einem deutlichen Sieg für Martina Neusinger (Freie Wähler), doch die Wahl wurde von massiven Problemen bei der Briefwahl überschattet. Zahlreiche Bürger berichteten, ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten zu haben, während andere trotz beantragter Briefwahl an den Wahllokalen abgewiesen wurden. Wahlleiter Walter Wilhelm nannte die Situation "unglaublich frustrierend" – sowohl für die Wähler als auch für die Wahlhelfer.
Die Abstimmung fand mitten in einem Chaos um die Briefwahl statt. Ein erheblicher Teil der Sonthofener Wahlberechtigten erhielt seine Unterlagen nie, sodass viele ihre Pläne für eine Briefwahl aufgeben mussten. Andere erschienen in den Wahllokalen, nur um zu hören, dass sie nach Beantragung der Briefwahl nicht persönlich wählen dürften.
Martina Neusinger von der Freien Wählergemeinschaft setzte sich mit 63,6 Prozent der Stimmen durch. Ihr Herausforderer Klaus Erbersdobler (CSU) kam auf 36,4 Prozent. Das Ergebnis folgt auf eine separate Stichwahl um das Amt des Landrats im Oberallgäu, bei der die Wahlbeteiligung 50,8 Prozent erreichte – die genaue Zahl der Wähler wurde jedoch nicht bekannt gegeben.
Die lokalen Behörden räumten die Probleme ein, präsentierten aber keine sofortigen Lösungen. Wilhelms Äußerungen unterstrichen die Verärgerung, während die Verantwortlichen daran arbeiteten, die Störungen zu beheben.
Neusinger wird nun nach ihrem klaren Sieg das Bürgermeisteramt in Sonthofen antreten. Die Pannen bei der Briefwahl werfen jedoch Fragen für künftige Wahlen auf. Die Behörden könnten gezwungen sein, die Abläufe zu überprüfen, um ähnliche Probleme bei kommenden Abstimmungen zu vermeiden.






