17 June 2026, 17:30

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe nach Mikrofon-Eklat mit AfD-Spitzenkandidaten

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe nach Mikrofon-Eklat mit AfD-Spitzenkandidaten

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, weist Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurück. Die Anschuldigungen folgen einem Vorfall bei einer Wahlveranstaltung, bei dem Heuer nach Siegmunds Mikrofon griff. Heuer betont, die Situation sei missverstanden worden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Er bezeichnete die AfD zwar als „rechtsextreme Partei“, räumte jedoch ein, dass sie demokratisch in den Landtag gewählt worden sei. Dies stelle die CDU vor ein „Dilemma“, so Heuer: Man müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, sich gleichzeitig aber an die parlamentarischen Spielregeln halten. Die Herkunft einer Mehrheit dürfe nicht über die Legitimität von Entscheidungen bestimmen.

Ein Foto und ein Video von der Veranstaltung vermittelten seiner Ansicht nach einen „völlig falschen Eindruck“ seiner Handlung. Zwar räumte er ein, dass das Greifen nach dem Mikrofon „missverstanden“ worden sein könnte, bestritt aber jede unangemessene Zusammenarbeit. Kritiker wirft er vor, den Vorfall aufzubauschen, um eine vermeintliche Nähe zwischen ihnen zu konstruieren.

Heuer unterstrich, dass die Positionen der CDU-Fraktion im Landtag für jede andere Fraktion unterstützbar seien. Gleichzeitig kritisierte er die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall, die von zentralen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ablenke. „Was inhaltlich richtig ist, wird nicht falsch, nur weil die falschen Leute es unterstützen“, betonte er.

Die CDU müsse die AfD als politischen Gegner behandeln, dabei aber demokratische Prozesse respektieren, so Heuer weiter. Die Vorwürfe bezeichnete er als überzogen und forderte eine Rückkehr zur sachlichen Debatte. Die Kontroverse spiegelt die anhaltenden Spannungen in der politischen Landschaft Sachsen-Anhalts wider.

Quelle