Bundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz ethischer Bedenken
Anna SchmittBundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz ethischer Bedenken
Verteidigungsministerium rechnet mit mehr Tierversuchen in der Militärforschung
Das deutsche Verteidigungsministerium hat dem Parlament einen Bericht über den Einsatz von Tierversuchen in der militärischen Forschung vorgelegt. Wie eine Sprecherin am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, mitteilte, ist mit einer Zunahme solcher Experimente in den kommenden Jahren zu rechnen – bedingt durch sich wandelnde Sicherheitserfordernisse.
Tierversuche blieben demnach ein notwendiger Bestandteil der Wehrforschung, hieß es aus dem Ministerium. Sie dienten vor allem dem Schutz und der medizinischen Versorgung von Soldatinnen und Soldaten. Sämtliche Tests unterlägen dabei strengen tierschutzrechtlichen Auflagen.
In den vergangenen Jahren war die Zahl der Tierversuche zwar rückläufig. Doch angesichts veränderter Bedrohungslagen erwartet das Ministerium nun einen Anstieg. Ausschlaggebend seien der Ausbau der Streitkräfte sowie neue Forschungsvorhaben, die zusätzliche Experimente erforderten.
Konkrete Zahlen zu den Tierversuchen gibt das Ministerium nicht bekannt. Ohne den entsprechenden Kontext böten reine Statistiken kaum aussagekräftige Erkenntnisse, begründete das Haus. Zudem seien die Daten mit geheimen Rüstungsprojekten verknüpft, was eine öffentliche Offenlegung einschränke.
Der Anstieg der Tierversuche stehe im Zusammenhang mit der Erweiterung militärischer Fähigkeiten und neuen Sicherheitsherausforderungen, hieß es weiter. Das Ministerium versicherte, dass alle Experimente den gesetzlichen und ethischen Standards entsprächen. Nähere Angaben zu einzelnen Projekten werde es jedoch nicht geben.






