Braunschweig plant neue Kita in der Weststadt gegen Betreuungsnotstand
Anna SchmittBraunschweig plant neue Kita in der Weststadt gegen Betreuungsnotstand
Neues Kita-Zentrum in Braunschweigs Weststadt soll Betreuungsengpässe lindern
Die Stadt Braunschweig plant den Bau einer neuen Kindertagesstätte im Stadtteil Weststadt, um die wachsende Knappheit an Betreuungsplätzen zu entschärfen. Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, soll die Einrichtung in der Unstrutstraße fünf zusätzliche Gruppen für Kleinkinder aufnehmen. Das Projekt zielt darauf ab, die drängende Unterversorgung in einem der am stärksten belasteten Viertel der Stadt zu verringern.
In Weststadt besteht derzeit ein erheblicher Mangel an Betreuungsangeboten. Die Versorgungsquote liegt bei nur 31,1 Prozent für Krippeplätze und 93,5 Prozent für Kindergartenplätze – deutlich unter den städtischen Zielvorgaben. Um den Bedarf zu decken, fehlen allein in diesem Gebiet 84 Krippen- und 63 Kindergartenplätze.
Die neue Einrichtung in der Unstrutstraße wird drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe umfassen. Zudem sind eine 50 Quadratmeter große Mensa und eine Erweiterung des bestehenden Standorts vorgesehen, auf dem bereits drei Gruppen untergebracht sind. Die Kita wird in Nachbarschaft zu den bestehenden Einrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg stehen, die alle vom Caritasverband Braunschweig getragen werden.
Das Projekt setzt auf serielle Modulbauweise und dient als Pilotvorhaben für künftige Bauprojekte. Die Finanzierung in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro ist im Haushalt 2025/2026 über einen Festpreisvertrag gesichert. Der Verwaltungsausschuss wird am 17. Juni über den Vorschlag abstimmen. Bei einer Zustimmung könnte der Bau 2028 beginnen, die Fertigstellung ist für 2030 geplant.
Falls das Vorhaben umgesetzt wird, würde die neue Kita nicht nur die Betreuungskapazitäten in Weststadt erhöhen, sondern auch eine schnellere Bauweise erproben. Die fünf zusätzlichen Gruppen könnten dazu beitragen, das aktuelle Defizit von 147 Plätzen zu verringern. Die Verantwortlichen wollen den Fortschritt des Projekts genau beobachten, bevor das Konzept auf andere Standorte übertragen wird.






