17 June 2026, 17:57

Brandenburg und Bundeswehr stärken Bildungsarbeit an Schulen mit neuer Vereinbarung

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Brandenburg und Bundeswehr stärken Bildungsarbeit an Schulen mit neuer Vereinbarung

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen neue Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der Bildungsarbeit an Schulen

Das Land Brandenburg und die Bundeswehr haben eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Bildungsarbeit an Schulen zu intensivieren. Das Abkommen schafft einen rechtlichen Rahmen für die langjährige Zusammenarbeit beider Institutionen. Ziel ist es, das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die staatliche Verantwortung in Sicherheitsfragen zu thematisieren.

Im Rahmen der Vereinbarung können Jugendoffiziere der Bundeswehr auf Einladung in den Unterricht kommen. Die Schulen behalten dabei die volle Entscheidungshoheit, ob sie solche Einladungen aussprechen, und die Gespräche müssen sich am bestehenden Lehrplan orientieren. Die Offiziere fungieren als Diskussionspartner und behandeln Themen wie deutsche Außenpolitik, globales Krisenmanagement und europäische Sicherheitsinteressen.

Die Vereinbarung verpflichtet die Jugendoffiziere zudem zur Einhaltung der Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses. Dazu gehört ein striktes Verbot von Indoktrination, um eine ausgewogene und offene Debatte zu gewährleisten. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Fragen.

Trotz der Ziele des Abkommens übt die BSW-Fraktion im Landtag scharfe Kritik an der Partnerschaft. Sie wirft der Initiative vor, institutionalisierte Kriegswerbung in den Klassenzimmern zu betreiben, und fordert deren sofortige Aussetzung.

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Der neue Rahmen ermöglicht es den Schulen, eigenständig über Einladungen von Jugendoffizieren zu entscheiden. Er soll das Verständnis der Schüler für Sicherheitspolitik und staatliche Verantwortung vertiefen. Die Ablehnung durch die BSW zeigt, wie umstritten das Vorhaben ist.

Quelle