28 April 2026, 00:21

Bartsch lehnt neue Kreditpläne der Regierung scharf ab – "Soziale Stabilität in Gefahr"

Deutsches Auslandsdarlehen-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit gedrucktem Text und numerischer Benennung.

Bartsch lehnt neue Kreditpläne der Regierung scharf ab – "Soziale Stabilität in Gefahr"

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, lehnt neue Kreditpläne entschieden ab. Der von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch vorgelegte Vorschlag sieht vor, angesichts des Krieges im Iran zusätzliche Schulden aufzunehmen. Bartsch warnt, solche Schritte könnten Mittel von dringend notwendigen Reformen und Investitionen abziehen.

Kritik übt er insbesondere daran, dass die Schuldenbremse nur für Militärausgaben ausgesetzt werden soll, während sie in anderen Bereichen weiter gilt. Die Einstufung von Konflikten als "außergewöhnliche Notsituationen" könnte seiner Meinung nach zu unkontrollierten Rüstungsausgaben auf Kosten anderer Prioritäten führen. Zudem bemängelt er die bestehenden Sondervermögen, die in seinen Augen schlecht verwaltet wurden und ohne strukturelle Veränderungen bald aufgebraucht sein dürften.

Der Linke-Politiker hinterfragt auch die aktuelle Schuldenpolitik der Regierung. Geliehenes Geld müsse gezielt in notwendige Reformen fließen – und nicht als Allheilmittel für jedes Problem dienen, betont Bartsch. Er verweist auf ungelöste Versprechen in Bereichen wie Rente, Gesundheitsversorgung und sozialen Zusammenhalt, wo dringender Handlungsbedarf bestehe.

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Zudem wirft er der Kanzlerin vor, ihre Regierungsführung habe sich deutlich von den Wahlkampfversprechen entfernt. Die Lage sei mittlerweile kritisch, warnt Bartsch: Ohne sofortige Reformen drohe eine weitere Erosion der sozialen Stabilität.

Seine Ablehnung der Kreditpläne spiegelt tiefgreifende Bedenken hinsichtlich der Haushaltsdisziplin und der Priorisierung von Reformen wider. Ohne strukturelle Änderungen, so Bartsch, würden temporäre Schuldenlösungen die langfristigen Herausforderungen nicht bewältigen. Die Debatte kreist nun um die Frage, ob zusätzliche Kredite vorrangig in die Verteidigung oder in breitere soziale und wirtschaftliche Reformen fließen sollten.

Quelle