Angelina Jolies Rückkehr in Couture: Ein Film über Brustkrebs und persönliche Abgründe
Greta KochAngelina Jolies Rückkehr in Couture: Ein Film über Brustkrebs und persönliche Abgründe
Angelina Jolie kehrt in Couture auf die Leinwand zurück – einem neuen Film der Regisseurin Alice Winocour. Die Handlung folgt Maxine, einer amerikanischen Regisseurin, die während der Vorbereitungen für ein Projekt zur Pariser Fashion Week mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird. Jolies Darstellung speist sich aus ihren eigenen Erfahrungen mit der Krankheit und persönlichen Verlusten.
In Couture ringt Maxine mit ihrer Krebserkrankung, die sie zwingt, ihr Herzensprojekt zu unterbrechen. Gleichzeitig durchlebt die Figur eine zerrüttete Scheidung und ein angespanntes Verhältnis zu ihrer teenage Tochter. Ihr Kampf spiegelt die Angst wider, einen Teil ihrer selbst zu verlieren – ein Thema, das auch in Jolies früheren Werken anklingt.
Der Film verflicht drei Handlungsstränge, darunter die Geschichte von Ada, einem Model aus dem Südsudan, und Angèle, einer Visagistin, die jeweils mit eigenen Herausforderungen konfrontiert sind. Winocour, bekannt für ihre Erzählungen über Frauen zwischen öffentlichem und privatem Leben, inszeniert mit Fokus auf rohe, persönliche Geschichten. Jolies Darstellung der Maxine – obwohl dramaturgisch nicht immer voll ausgearbeitet – trägt Gewicht, geprägt von ihrer eigenen Vergangenheit: Ihre Mutter starb 2007 an Brustkrebs, und 2013 ließ Jolie sich präventiv beide Brüste entfernen.
In den letzten Jahren hat Jolie seltener als Schauspielerin gearbeitet, wählt aber weiterhin Projekte mit tiefer persönlicher Bedeutung. Frühere Filme wie Am Meer (2015), in dem sie während ihrer Trennung von Brad Pitt eine Ehekrise verarbeitete, oder Maria (2020), wo sie als Maria Callas die Einsamkeit des Ruhms erkundete, zeigen ihre Neigung, Kunst und Leben zu verschmelzen.
Couture markiert Jolies jüngste Auseinandersetzung mit privaten und beruflichen Konflikten. Ihre Verkörperung der Maxine fügt sich ein in ein Werk, das oft von eigenen Erfahrungen geprägt ist. Der Film führt ihre Tradition fort, komplexe, zutiefst menschliche Geschichten zu erzählen.
