3.000 Schüler demonstrieren in Hannover – Stadt fördert Protest mit 20.000 Euro
Theo Schmitz3.000 Schüler demonstrieren in Hannover – Stadt fördert Protest mit 20.000 Euro
Rund 3.000 Schülerinnen und Schüler versammelten sich in Hannover zu einer von ihren Vertreterinnen und Vertretern organisierten Demonstration. Ausdrücklich ausgeschlossen von der Teilnahme wurden die AfD und ihr lokaler Ableger, Die Hannoveraner.
Die Stadt Hannover steuerte 20.000 Euro zu der Protestaktion bei und rief Schulen zur Beteiligung auf. Diese Unterstützung löste Kritik des Magazins Rundblick aus, das einwandte, dass Stadtvertreter nicht als Mitveranstalter von Schülerdemonstrationen auftreten sollten. Im Gegensatz dazu hatten Gruppen wie Fridays for Future in der Vergangenheit bereits ohne kommunale Förderung protestiert.
Kritiker wiesen zudem darauf hin, dass die städtische Unterstützung ein zentrales pädagogisches Prinzip untergrabe: Schülerinnen und Schüler sollten ihre Aktionen selbst organisieren und anführen. Historische Vergleiche wurden zur DDR gezogen, wo Schüler, die staatlich organisierte Aufmärsche schwänzten, mit schweren Konsequenzen rechnen mussten.
Die Demonstration verzeichnete eine hohe Teilnehmerzahl und offizielle Rückendeckung. Dennoch gab es Bedenken hinsichtlich der Rolle der Stadt bei der Prägung des Schülerengagements. Die Ausgrenzung bestimmter politischer Gruppen unterstrich zudem die politische Haltung der Veranstaltung.






