23 March 2026, 20:29

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen detaillierten Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um männliche Gewalt in Deutschland zu bekämpfen. Zu ihren Vorschlägen zählen neue Gesetze, strengere digitale Schutzmaßnahmen und eine Überarbeitung der Definition sexueller Straftaten.

Eine zentrale Forderung ist die Einführung eines eigenständigen Straftatbestands für Feminizid im deutschen Strafgesetzbuch. Die Gruppe verlangt zudem schärfere Regeln für schädliche Online-Inhalte und missbräuchliche KI-generierte Darstellungen.

Der Plan des Bündnisses sieht ein Digitales Schutzgesetz vor, das Plattformen zur schnelleren Löschung schädlichen Materials verpflichten soll. Die Frauen bestehen darauf, dass Täter:innen effektiver identifiziert werden müssen. Eine weitere Forderung zielt auf nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes ab, deren Strafbarkeit im deutschen Recht verankert werden soll.

Besonders im Fokus stehen sogenannte "Nacktbild-Apps", die mithilfe von KI Personen auf Fotos digital entkleiden. Diese Anwendungen sollen komplett verboten werden. Beim Thema sexuelle Gewalt fordert das Bündnis, dass Deutschland ein "Ja-heißt-Ja"-Modell einführt – Schweigen oder Passivität würden dann nicht mehr als Zustimmung gelten.

Bisher hat die Bundesregierung öffentlich nicht auf die Vorschläge reagiert. Es gibt derzeit keine bekannten legislativen Initiativen, um Feminizide als eigenen Straftatbestand einzuführen oder nicht einvernehmliche Deepfake-Inhalte unter Strafe zu stellen.

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Der Zehn-Punkte-Plan skizziert klare rechtliche und digitale Reformen, die Gewalt gegen Frauen verringern sollen. Nun liegt es an den Gesetzgeber:innen, ob sie die Forderungen aufgreifen. Wie das Bündnis weiter vorgehen wird, ist noch unklar – doch die Debatte über Lücken im bestehenden Schutzsystem hat neuen Schwung erhalten.

Quelle